Der menschliche Körper ist ein in sich geschlossenes, geordnetes und gegliedertes Ganzes. Die voneinander abhängigen, ineinander greifenden und zusammen wirkenden Teile müssen in ihrer Gesamtheit betrachtet werden. Körperliche Beschwerden beeinträchtigen das Wohlbefinden und die emotionale Ausgeglichenheit. Emotionale Belastungen wiederum äußern sich in muskulären Anspannungen. Werden Narben auf Körperebene gelöst, ist die gesunde Aufrichtung wieder möglich. Durch die Befreiung von emotionalen Belastungen wird die innere Freiheit und Flexibilität erreicht.
Die Systemische Narbentherapie, das iXpending® und das REMovement® bilden die Boeger-Therapie®, welche die Aufrichtung und Befreiung auf körperlicher und emotionaler Ebene ermöglicht.
Das Spektrum der Boeger-Therapie ermöglicht es, das Fasziensystem in allen Stadien des Lebens positiv zu beeinflussen. Es umfasst die Bereiche
Prävention bis Rehabilitation. Die Boeger-Therapie kann in allen Phasen der therapeutischen Intervention sowohl nach operativen als auch konservativen Krankheitsverläufen die Heilungs- und
Rehabilitationsprozesse optimieren.
Präventiv:
Prävention ist die beste Heilung. Das Ziel der präventiven Boeger-Therapie ist die Förderung der körpereigenen Selbstregulierungsprozesse. Das
Erreichen der maximalen Beweglichkeit der faszialen Systemen des Patienten reduziert seine Verletzungsgefahr bei Stürzen und Unfällen. Darüber hinaus erhöht die präventive Intervention die
Leistungsfähigkeit und Lebensqualität des Behandelten.
Präoperativ:
Bedingung für den optimal verlaufenden Wundheilungsprozess ist, neben dem erfolgreichen operativen Eingriff, die maximale Zirkulationsfähigkeit in
den betroffenen Körperstrukturen. Erhöhte Spannungen der Fasziensysteme können durch frühere erkrankungs- oder traumabedingte Entzündungsprozess präoperativ bereits im Gewebe vorhanden sein. Mit
dem gezielten Lösen dieser bestehenden Adhäsionen lässt sich das OP-Resultat deutlich verbessern.
Postoperativ:
Die Boeger-Therapie kann unmittelbar nach einer Operation beginnen. Das primäre Ziel in dieser Phase ist die venöse und lymphatische Entstauung und
die der Operation angepassten Mobilisation der betroffenen Körperregionen. Mit oberflächlich gehaltenen Faszientechniken wird der Kompressionsdruck von den Venen und Lymphgefässen genommen. Diese
entstauende Technik wirkt unmittelbar abschwellend auf die betroffene Körperregion. Schadstoffe im Gewebe werden durch die optimierte Zirkulation schneller abtransportiert. Vermehrte Präsenz
körpereigener Aufbaustoffe sorgen für einen zügigen Heilungsverlauf. Alte Narben oder erhöhte Organspannungen, welche den herzwärts strebenden Rückfluss behindern, werden von dem BT-Therapeuten
überprüft und wenn nötig gezielt gelöst.
Rehabilitativ:
Aktivität setzt das Vermögen von passiver Bewegung voraus. Sobald die Schwellungszustände in und um die Narbe deutlich abgenommen haben, ist das
lokale Lösen der Narbe mit der Boeger-Therapie möglich. Erst mit der dadurch gewonnenen maximalen Beweglichkeit kann die Gruppenarbeit in Richtung Kraft und Ausdauer effektiv begonnen werden. Das
iXpending-Konzept der Boeger-Therapie ermöglicht es dem Patienten, sein Training in den Alltag zu integrieren.